Wer betreut mich, wenn ich alt bin?

Eine Frage, die oft verdrängt wird. Bis wir dann an unseren eigenen Angehörigen sehen und miterleben, wie wichtig es ist, eine gute und menschenwürdige Versorgung zu sichern. Es führt kein Weg daran vorbei: Dank des medizinischen Fortschritts leben wir immer länger.

Die Lebenserwartung steigt

Mit der steigenden Lebenserwartung erhöht sich auch der Bedarf an Plätzen in Pflegeeinrichtungen. In ein Pflegeheim übersiedelt wohl niemand gerne. Auch wenn hier mittlerweile etliches modernisiert und verbessert wurde, so bleibt es doch für die Betroffenen, und meist auch für deren Angehörige, eine ungeliebte letzte Möglichkeit. Meist kommt sie zum Einsatz, wenn rasch gehandelt werden muss, weil die Betreuung eines pflegbedürftig gewordenen Menschen nicht mehr anders abgedeckt werden kann. So bildet das Pflegeheim dann oft die (End-)Station eines langen Lebens. Da bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Wie aber lässt sich der letzte Abschnitt des Lebens besser gestalten?

Für den Lebensabend vorplanen

Auch wenn das kein Thema ist, über das man gerne nachdenkt – es ist wichtig, sich schon beizeiten damit auseinanderzusetzen, wie man sich seinen Lebensabend vorstellt. Wenn auch niemand in die Zukunft blicken kann, so lässt sich doch rechtzeitig etliches den eigenen Wünschen gemäß regeln. Für Senioren ist es sinnvoll, sich unterstützende Lebensbedingungen zu schaffen und nicht darauf zu warten, bis sie so gebrechlich sind, dass sie, alleine in der eigenen Wohnung, plötzlich vor einem Problem stehen. Wer so lange wie möglich in der eigenen Wohnung bleiben will, für den gibt es die Variante der 24 Stunden Pflege. Dabei zieht eine Pflegekraft ganz in den Haushalt des Betroffenen ein, um Tag und Nacht Hilfe- und Betreuungsleistungen zu gewährleisten. Eine andere Möglichkeit – die schon im Vorfeld für alltägliche Entlastung und spätere Betreuung sorgt – sind Seniorenheime. Sie sind als Wohnhäuser gestaltet, die mit Speisesaal, Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischer Versorgung ausgestattet sind. Die Bewohner haben ihre eigenen vier Wände, meist mit ihren vertrauten Möbelstücken eingerichtet. Hier hat jeder seinen privaten Bereich – und ist trotzdem versorgt. Wer ins Seniorenheim übersiedelt, wenn er noch mobil und rüstig ist, gibt sich selbst die Gelegenheit, sich im Zuge eines geregelten Umzuges von der alten Wohnung zu verabschieden und in seiner neuen Wohnumgebung einzuleben. Alltägliches Mühsal wie Wäschewaschen und Mahlzeiten zubereiten wird einem hier abgenommen, sodass sich angenehme Jahre verbringen lassen. Für den „Ernstfall“ gibt es im Haus eine Pflegestation, sodass die Bewohner innerhalb des vertrauten Hauses weiterbetreut werden können.

Foto: Erwin Wodicka – fotolia

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